Frage 1:

ERGÄNZUNG der Antwort zur Frage 1 (20.12.06):

Die Aufbewahrungsfrist für die DDR-Lohnunterlagen, die, wie zur FRAGE 1 mitgeteilt, zum 31.12.2006 auslaufen sollte, ist um weitere 5 Jahre (bis zum 31.12.2011) verlängert worden. Dadurch können für die Klärung der Rentenversicherungskonten erforderliche Informationen auch noch in den nächsten Jahren eingeholt werden.
Trotzdem empfehlen wir in Übereinstimmung mit der Deutschen Rentenversicherung all den Bürgern, die in der DDR gearbeitet haben und versichert waren, ihre Rentenkonten aber noch nicht haben klären lassen, einen entsprechenden Antrag möglichst bald zu stellen. Die Rentenversicherung hat mitgeteilt, dass Hinweise auf die Antragstellung (welche Unterlagen werden benötigt usw.) unter www. deutsche-rentenversicherung-bund.de abgerufen werden können und dass die Antragsunterlagen auch b
ei allen Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung erhältlich sind.

Ist mein Rentenkonto ordnungsgemäß geführt worden und vollständig?

 

Diese Frage sollte sich jeder Bürger stellen, der zwar noch nicht Rentner ist, aber in der DDR bereits versicherungspflichtig beschäftigt war und dort Alterssicherungsanwartschaften (Anwartschaften auf Ansprüche auf Rente, Zusatzrente, zusätzliche Altersversorgung u. a. m.) erworben hat.

 

Zum Nachweis der Anwartschaften und eines lückenlosen Versicherungsverlaufs sind gegebenenfalls Unterlagen aus den früheren DDR-Betrieben, -Einrichtungen bzw. –Behörden erforderlich. Da die Aufbewahrungspflicht für diese Unterlagen nur noch bis Ende 2006 besteht, lassen sich ab 2007 Ursachen für eventuelle Lücken nur noch schwerer als ohnehin schon klären. Das gilt auch für Angehörige der technischen Intelligenz u. a. ehemalige DDR-Bürger, die nachträglich die Zuerkennung der Mitgliedschaft in einem Zusatzversorgungssystem der DDR bei dem zuständigen Versorgungsträger beantragt haben oder einen solchen Antrag noch zu stellen beabsichtigen.

 

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) hat deshalb allen Betroffenen geraten, eine Kontenklärung zu veranlassen. Sie hat darauf hingewiesen, dass Fragen zur Kontenklärung von Mitarbeitern der DRV telefonisch unter der kostenfreien Servicenummer 0800 / 333 19 19 oder in den Auskunfts- und Beratungsstellen der DRV beantwortet werden.

 

Wir empfehlen entsprechend allen Bürgern, die in der DDR bereits Alterssicherungsanwartschaften erworben haben, unverzüglich die Kontenklärung und eine Rentenauskunft (mit einer exakten Berechnung der später zu erwartenden Rente) zu beantragen, soweit sie das noch nicht getan haben. Die daraus resultierenden Auskünfte, Informationen bzw. Berechnungen sollten noch in diesem Jahr einer genauen Prüfung unterzogen werden (zumal es leider häufig zu Fehlern kommt). Gegebenenfalls können Rentenberater oder andere geeignete Sachverständige beauftragt werden, die Bescheide und Auskünfte zu prüfen.

 

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